Jedes Jahr aufs Neue werden im Rahmen des Projektmanagement-Unterrichts an der HLBLA St. Florian neue Projekte in Angriff genommen. Das heurige Projekt des 4A-Jahrganges verfolgt das Ziel ein Konzept zur Einführung einer Regionalwährung in Enns zu erstellen.

Projekt- und Regionalmanagement ist ein Ausbildungsschwerpunkt in der HLBLA St. Florian. Die Schülerinnen und Schüler der 4A beschäftigen sich im gleichnamigen Unterrichtsgegenstand mit dem Thema „Regionalwährung“. Mit diesem Projekt wollen sie bis Ende Februar ein Konzept für eine Regionalwährung in der Stadt Enns entwickeln. In acht Arbeitsgruppen werden unterschiedliche Aufgabenstellungen bearbeitet und die Ergebnisse schließlich zusammengeführt. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Verantwortung zu übernehmen und selbstständig Aufgaben zu managen, sondern üben auch die Herangehensweise für Planung und Durchführung der bevorstehenden Diplomarbeit.

Die Schülerinnen und Schüler werden in dem Unterrichtsprojekt von DI Tobias Plettenbacher, einem Experten für Regionalwährung und ihren betreuenden Lehrkräften unterstützt. 

Im Rahmen des Unterrichtes fand auch bereits ein Workshop zum Projektthema „Regionalwährung Enns“ unter der Leitung von DI Plettenbacher statt. Er informierte über Gelingensfaktoren und Risiken sowie die optimale Herangehensweise an die komplexen Aufgabenstellungen bei Planung und Umsetzung des Projektes. 

Grund für die Wahl dieses Projektthemas ist nicht nur die Unterstützung der Unternehmen vor Ort, sondern auch die soziale und ökologische Verantwortung der Ennser Bevölkerung zu stärken. Zusätzlich ist eine eigene Währung identitätsstiftend. Zu guter Letzt kann sie auch zur touristischen Vermarktung der ältesten Stadt Österreichs beitragen. 

Aus wirtschaftlicher Sicht ist es den Jugendlichen wichtig den Geldkreislauf in Enns zu schließen und den Kaufkraftabfluss zu verringern, denn wenn Waren oder Dienstleistungen in die eine Richtung fließen, fließt Geld in die andere Richtung zurück: Das einfache Grundprinzip unseres Wirtschaftssystems gilt vielerorts nicht mehr. Das Geld fließt häufig aus den Regionen ab. Regionalwährungen können dazu beitragen, Geldflüsse in der Region zu halten und zu stärken. 

Erfolgreiche Regionalwährungen, wie zum Beispiel der Chiemgauer, haben es verstanden für den Großteil der Bevölkerung einen Nutzen sichtbar zu machen. Die große Herausforderung für das Projektteam wird sein, ein attraktives Konzept für die Ennser Bevölkerung zu entwickeln.

Unsere Ziele sind ein Gesamtbild über Teilnahmemotive, Nutzung der Komplementärwährung, regionale Produktorientierung und Meinungen zur „Regionalwährung Enns“ aus Konsumenten- und Unternehmersicht zu erhalten. Anhand bestehender Beispiele werden rechtliche Rahmenbedingungen, technische und organisatorische Umsetzung so wie Vorteile und Risken recherchiert und analysiert. Zusätzlich soll das Bewerben der Regionalwährung angedacht werden um die Einführung einer Regionalwährung in Enns vorzubereiten.