Am 4. Dezember 2017 konnte Referatsleiter DI Thomas Wallner, Boden.Wasser.Schutz.Beratung (BWSB), gut 200 Personen zur Tagung in der HLBLA St. Florian begrüßen.

LR KommR Elmar Podgorschek, LAbg. Mag. Maria Buchmayr und LAbg. Wolfgang Stanek wiesen in ihren Begrüßungsworten auf die Bedeutsamkeit des Erosionsschutzes hin. Der Schutz von Boden und Wasser ist von essentieller Wichtigkeit und kann nach leider negativen Ereignissen aus den Vorjahren nur gefördert und unterstützt werden – sind sich die Ehrengäste einig. Für Dir. Dr. Hubert Fachberger (HLBLA St. Florian) begründen Boden und Wasser die landwirtschaftlichen Grundlagen des Wohlstandes. Dies kombiniert mit dem Hintergrund des Bildungsauftrages rechtfertigen jedenfalls die Abhaltung dieser Tagung und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BWSB.

Der erste Vortragende Dipl.Geograph Dr. Volker Prasuhn (Agroscope, Zürich) ist mit Erosionslangzeitstudien beschäftigt. Nach seinen Erkenntnissen kann eine Sensibilisierung mit Beratung und ein innovativer Maschineneinsatz (konservierende Bodenbearbeitungsverfahren) zu einer enormen Verringerung des Bodenabtrages führen.

DI Sarah Höfler (Fa. Blattfisch, Wels) bearbeitete in einer Studie die Erosionsfolgeschäden. Der stark ansteigende Feinsedimentanteil in Oberösterreichs Flusslandschaft – dessen Ursache die Bodenverlagerung darstellt – begünstigt die Versandung und erhöht den Nährstoffgehalt. Es entstehen dadurch negative Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum und den Lebensraum von Kleinlebewesen und Fischen. Ein Lösungsansatz zur Verringerung des Nährstoffaustrages könnte die Schaffung von Randstreifen darstellen meint DI Gerold Hepp (TU Wien). Hepp erklärte die Funktionsweise eines solchen Streifens, besprach aber auch dessen Grenzen und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Woher stammen die verschiedenen Nährstofffraktionen in Fließgewässern und welchen Einfluss übt die Landwirtschaft aus? Diese Frage beschäftigte Dr. Max Kuderna (wpa Beratende Ingenieure GmbH, Wien). Seine Ausführungen behandelten weiter die Quellen und Eintragspfade des eher lokal begrenzten Nitrat- und des regional sehr verbreiteten Phosphorgehaltes, dessen Problematik in letzter Zeit rasant zunimmt.

Zum überregionalen Informationsaustausch trug Robert Brandhuber (LfL Freising, Bayern) mit seinen Lösungsansätzen und Verbesserungsmaßnahmen bei. Eine Kopplung des flächigen und linearen Erosionsschutzes ist nötig, bedarfsweise ergänzt mit Filter- und Rückhaltestrukturen vor allem vor Siedlungen und gefährdeten Bereichen, um Schäden abzuwenden.

Mit den praktischen Erfahrungsberichten von den Landwirten DI Bernhard Winkler und ÖR Ferdinand Böhm wurde die Tagung abgerundet. Winkler stellte seinen Betrieb vor und zeigte bildhaft, mit welchen Herausforderungen und Überlegungen er seine Arbeit durchführt.

Böhm war als Ortsbauernobmann intensiv mit der Schaffung des Erosionsschutzprojektes der Gemeinden Langenstein, St. Georgen/G. und Luftenberg beschäftigt und stellte dieses vor.

Weitere Informationen über die Boden.Wasser.Schutz.Tagung und die Tagungsunterlagen finden Sie auf www.bwsb.at